Feiern KurdInnen eigentlich Weihnachten?

18. Dezember 2012

Seit November befindet sich der Radio – Container von Radio F.R.E.I. im Winterdomizil, doch sein Innenleben zieht auch in den kalten Monaten weiter durch die Stadtteile Erfurts. Ab sofort gibt es wieder ein Stadtteilradio, diesmal in der „Stube“, Magdeburger Allee 137. In der Auftaktsendung am 16. Dezember sprach Roman mit jungen Menschen des kurdischen Kulturvereins Mesopotamien. Hierbei ging es u.a. darum, ob auch Kurdinnen und Kurden in Deutschland Weihnachten feiern oder ob es vergleichbare kurdische Traditionen und Feste gibt.

20121220_stadtfinden_stube_22

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Außerdem boten die GesprächspartnerInnen eine Live-Gesangseinlage.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Weitere Informationen dazu, wie in unterschiedlichen Ländern Weihnachten gefeiert wird und was es mit dem Zuckerfest auf sich hat, erfahrt Ihr in der kommenden E.I.D.-Sendung am Sonntag, 06.01.2013, ab 17 auf Radio F.R.E.I. 96,2 MHz oder im live-stream unter www.radio-frei.de.

Immer ein Lichtlein mehr im Kranz, den wir gewunden…

5. November 2008

Auch in nicht chrsitlichen Familien ist der Adventskranz in der Vorweihnachtszeit Tradition. An den vier Sonntagen vor Heillig Abend wird jeweils eine Kerze angezündet. Welche Hintergründe diese Tradition hat, erfahrt ihr in diesem Beitrag…

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Adventskranz

(Quelle:wikipedia.de)

Dezember 2008

30. Oktober 2008

St. Nikolaus [06. Dezember]
Am Vorabend des 6. Dezember putzen alle Kinder fleißig ihre Schuhe, denn Sankt Nikolaus besucht die Kinder und belohnt diese mit Süßigkeiten. Doch woher stammt dieses christliche Vorweihnachtsfest?
Zurückzuführen ist dies auf die historische Figur des Heiligen Nikolaus. Dieser lebte im vierten Jahrhundert in der heutigen Türkei, genauer gesagt in der Stadt Myra. Nikolaus war der Bischof dieser Stadt, der von allen als Kinderfreund, Patron der Gefangenen und Helfer in Not bekannt war. Aus diesem Grund ranken sich auch viele Legendenerzählungen um seine Person.
So auch die Legende von den drei Jungfrauen: Weil ein armer Mann für seine drei Töchter keine Mitgift hatte, konnte er diese nicht verheiraten. Als Nikolaus von dieser Not erfuhr, warf er heimlich drei Nächte lang je einen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der Töchter. Auf dieser Legende basiert wahrscheinlich die Darstellung des Nikolaus mit drei goldenen Äpfeln. Außerdem ist auf diese Geschichte der Brauch des Einlegens, also das Befüllen der Schuhe mit Obst und Süßigkeiten, zurückzuführen.

2. Advent [07. Dezember]
Am 7. Dezember wird die zweite Kerze auf dem Adventskranz angezündet.
Wie jeder Adventssonntag hat auch dieser eine besondere Bedeutung: Das Anzünden der zweiten Kerze symbolisiert die erhoffte Wiederkunft des Herrn.

‚Id-ul Adha – Das islamische Opferfest [08. Dezember]
Das Opferfest ist nach dem Fest des Fastenbrechens das wichtigste islamische Fest. Es wird zum Höhepunkt der Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) gefeiert. Da auch dieses Fest sich nach dem islamischen Mondkalender richtet wandert es sozusagen durch die verschiedenen Jahreszeiten.
Das Opferfest erinnert an den Propheten Ibrahim (Abraham), der bereit war einen seiner Söhne, Ismael und Isaak, Allah zu opfern. Aus diesem Grund ist es für jeden gläubigen Muslim Pflicht der sich dies auch finanziell leisten kann, ein Tier zu opfern. Vor allem Schafe und Ziegen werden hier, insofern es die jeweiligen nationalen Gesetze erlauben, geschächtet.
Neben dem Opfern steht natürlich auch das Gebet im Mittelpunkt dieses Festes. Am ersten Morgen des Opferfestes verrichten die Gläubigen in der Moschee gemeinsam ein besonderes Gebet. Ebenso ist es Tradition den Friedhof zu besuchen und Verwandten und Bekannten zu gedenken, indem für sie Koranverse verlesen werden oder Bittgebete gesprochen werden. Wie auch beim Fest des Fastenbrechens hat auch beim Opferfest die Gemeinschaft und die Familie eine besondere Position inne. So werden Freunde und Familienmitglieder besucht und beschenkt. Die Gläubigen bieten sich gegenseitig leckere Getränke und Speisen an

3. Advent [14. Dezember]
Am Sonntag, dem 14. Dezember, erleuchtet dann auch die dritte Kerze auf dem Adventskranz. Der dritte Adventssonntag erinnert an Johannes den Täufer als Vorläufer Jesu Christi.

4. Advent [21. Dezember]
Und schließlich wird am 21. Dezember die vierte und letzte Kerze des Adventskranzes angezündet. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes am vierten Adventssonntag steht der Lobgesang der Maria.

Chanukka [22.- 29.Dezember]
Chanukka, das Lichterfest, ist ein nachbiblisches Fest. Es beginnt am 25. Kislew und dauert acht Tage lang. Mit dem Fest erinnern die Juden an den Sieg des Judas Makkabäus und seiner vier Brüder über die Seleukiden-Dynastie von Syrien im Jahr 165 v. Chr. Der Syrer  Antiochus hatte während seiner Herrschaft die jüdische Religionsausübung verboten. Nach dem Sieg wurde der Tempel in Jerusalem von unten bis oben gesäubert, gereinigt und neu geweiht. Deswegen auch der Name des Festes: Chanukka bedeutet „Neueinweihung“ oder auch „Wiedereröffnung“.

Kleiner Chanukka-Leuchter(kleiner Chanukka-Leuchter)
Einer der wichtigsten Bräuche während Chaunkka ist das Zünden der Menora. Die Menora ist ein achtarmiger Leuchter, zusätzlich gibt es noch eine sog. Dienerkerze. Dieser Brauch ist auf das „Wunder“ zurückzuführen. Als der Tempel neu eingeweiht wurde, dachte man, das Lampenöl reiche gerade mal für einen Tag. Tatsächlich brannten die Lichter jedoch acht Tage lang, so lange bis neues Öl beschafft werden konnte.
Am ersten Chanukka-Tag wird mittels der Dienerkerze ein Chanukka-Licht angezündet, welches den Tag über herunterbrennt. Am Folgetag werden dann zwei Lichter angezündet bis hin zum achten Tag, an dem dann alle acht Chanukka-Lichter leuchten. Die Menora soll für jeden sichtbar am besten ins Fenster gestellt werden,
Vor allem für Kinder ist das Chanukka-Fest eine schöne Zeit. Abends bekommen sie Geschenke, bekommen Geschichten aus der Bibel vorgelesen oder spielen Trendel, eine besonderer Kreisel mit den hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, He und Schin, mit denen die Worte des Satzes ‚Nes gadol haja scham‘ („Da unten hat sich ein großes Wunder ereignet‘) beginnen.

Hier könnt ihr zwei Chanukka-Lieder gesungen vom Misrach-Quartett anhören…

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Heiliger Abend  [24. Dezember]
Der wohl schönste christliche Feiertag für Kinder ist der Heilige Abend am 24. Dezember. Traditionell findet in Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und in Österreich, aber auch in Ländern wie Argentinien, Polen, Portugal, Ungarn und den nordischen Ländern  am Vorabend des Weihnachtsfestes die Bescherung statt. Im Gegensatz dazu werden die Geschenke in vor allem englischsprachigen Ländern erst am Morgen des ersten Weihnachtstages verteilt.
Meist gehen die Familien am Heiligen Abend in die Kirche und sehen sich das Krippenspiel an. Danach findet die Bescherung statt. Am Abend gibt es traditionell einfache Speisen, wie Kartoffelsalat mit Würstchen oder Fisch. Außerdem wird heiligen Abend der traditionelle Weihnachtsbaum bunt geschmückt.
Inhalt des Krippenspiels ist die Geburt Jesu. Das tatsächliche Geburtsdatum von Jesus Christus ist jedoch nicht bekannt. Die Kirche wählte diesen Termin für die Weihnachtsfeier, welcher mit der Wintersonnenwende zusammen fällt. Diese verbindet die Geburt von Jesus Christus mit der Rückkehr des Lichts nach den dunklen Wintermonaten.

Weihnachtsbaum

(Quelle: wikipedia.de; User: IOOI)

Weihnachtsfeiertage [25 und 26. Dezember]
Eigentlich wird erst am 25 und 26. Dezember die Geburt Christi gefeiert. Zusammen mit Ostern und Pfingsten ist das Weihnachtsfest eines der drei Hauptfeste des christlichen Kirchenjahres. Die Weihnachtszeit wird bereits mit dem ersten Advent eingeleitet.
Das Weihnachtsfest wird vor allem im Kreise der Familie gefeiert: man isst zusammen, beschenkt sich und findet einfach nur Ruhe in der Besinnlichkeit.

Krippe

(Quelle: wikipedia.de; User: Väsk)
Doch gerade in der heutigen Zeit wird besodners letzteres vergessen. So wird unter anderem in der pastoralen Literatur Kritik geübt, dass das Weihnachtsfest ent-christlicht worden sei. Nicht der weihnachtliche Gedanke, sondern Völlerei und Betrinken auf den Weihnachtsmärkten rücke immer mehr in den Vordergrund. Auch die materiellen Geschenke nehmen mittlerweile einen zu großen Stellenwert ein, das Fest der Besinnung wird immer mehr kommerzialisiert. Die Menschen rasen hektisch von Geschäft zu Geschäft um für alle ein Geschenk zu bekommen. Der eigentliche Sinn des Festes, die innere Ruhe gehen hierbei verloren.

Das islamische Neujahr (1430) [29. Dezember]
Das islamische Neujahr ist eines der wichtigsten Daten in der Geschichte des Islam. Es bezeichnet die Auswanderung (arab. Hidschra) des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina im Jahre 622 n.Chr. Daraufhin baute der Prophet in Medina das erste islamische Gemein- und Staatswesen auf. Diesem Ereignis wird als besonders relevant angesehen, os dass der Beginn der islamischen Zeitrechnung auf dieses Datum festgelegt wurde.
Das islamische Neujahr verschiebt sich jährlich um rund 11 Tage nach vorne, da die islamische Zeitrechung auf dem Mondkalender beruht.

Silvester [31. Dezember]
Silvester bezeichnet den 31. Dezember, also den letzte Tag des gregorianischen Jahres. Die Benennung des Tages mit dem Namen Silvester geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals wurde der letzte Tag des Jahres durch die Gregorianische Kalenderreform vom 24. Dezember auf den 31. Dezember verlegt. Dies ist der Todestag des Papstes Silvester I, der im Jahr  335 verstarb.
Traditionell verabschiedet man das alte Jahr mit Feuerwerk, welches alte Geister vertreiben soll. Diese Feuer-Feste haben alte germanische Wurzeln. Neben dem Feuerwerk gibt es noch weitere Traditionen, wie etwa das Bleigießen.