Mai 2008

5. Mai 2008

Christi Himmelfahrt [01. Mai]

Christi Himmelfahrt wird als bedeutendes christliches Hochfest 40 Tage nach Ostersonntag gefeiert. Im Evangelium des Lukas (Kapitel 24) und in der Apostelgeschichte (Kapitel 1) entschwindet Jesus 40 Tage nach seiner Auferstehung den Blicken seiner Jünger in Richtung Himmel.
Himmelfahrt wird von evangelischen und katholischen Kirchen seit dem 4. Jhrd. mit Gottesdiensten und Prozessionen gefeiert. Seit 1936 ist dieser Tag in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag.
Der mittelalterliche Brauch, an diesem Tag nur Geflügel, „fliegendes Fleisch“, zu essen, geriet seit Reformation und Aufklärung in Vergessenheit. In manchen Gegenden gibt es allerdings noch heute an Himmelfahrt Gebäck in Geflügelform.
Seit den Dreißigerjahren wird in Deutschland am Himmelfahrtstag der sog. „Männertag“(eine amerikanische Erfindung aus dem Jahre 1910) begangen.
In diesem Jahr fällt Christi Himmelfahrt mit dem „Tag der Arbeit“ (1. Mai) zusammen. Diese Konstellation tritt aber nur sehr selten ein, zuletzt im Jahr 1913 und nach 2008 erst wieder 2160.

Jom haSchoah [02. Mai]

Dieser Tag gedenkt der folgenschwersten Epoche der jüdischen Geschichte und erinnert an die 6 Millionen jüdische Opfer des NS-Faschismus während der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten in Europa von 1933 bis 1945. Im engeren Sinne den Opfern von Auschwitz und anderen Vernichtungslagern gewidmet, dient dieser Tag dem Andenken an alle Opfer dieser Zeit.
Zur Eröffnungszeremonie am Vorabend werden üblicherweise 6 Fackeln entzündet, die symbolisch für die 6 Millionen jüdischen Opfer der Schoa stehen.
Am nächsten Tag um 10 Uhr beginnen 2 Schweige-Minuten, in Israel ertönen Sirenen, Busse und Bahnen bleiben stehen, das alltägliche Leben bleibt für zwei Minuten stehen und gedenkt den Opfern der Nationalsozialisten.

Pfingsten [11. Mai]

Das Pfingstfest beginnt 50 Tage nach Ostersonntag und bildet den festlichen Abschluss der Osterzeit. Gefeiert wird die Entsendung des Heiligen Geistes an die Apostel und Jünger, die zu diesem Tag in Jerusalem versammelt waren. Durch Feuerzungen sichtbar kam der Heilige Geist über die Jünger und bewirkte ihr Sprechen in vielen fremden Sprachen. Dieser Tag ist in der christlichen Tradition auch „der Geburtstag der Kirche“. Als christliches Fest wird Pfingsten erstmals 130 erwähnt.
Das Wort „Pfingsten” entstand aus dem griechischen Wort „Pentecoste“, der fünfzigste (Tag).

März 2008

13. Februar 2008

Palmsonntag [16.März]

Palmsonntag ist der Sonntag vor dem Ostersonntag, der Beginn der Karwoche (auch stille, heilige oder große Woche genannt) und der 6. Sonntag der Fastenzeit.
An diesem Tag wird der Einzug, Jesus von Nazareth in Jerusalem, gefeiert. Dort soll er als Messias und Erlöser gefeiert, mit Palmwedel und dem Ruf „Hosanna dem Sohne Davids“ gehuldigt wurden sein sollen.
Heutzutage wird in der katholischen Kirche ein Kreuz feierlich in das Gotteshaus getragen und die Messdiener, die diese Prozession begleiten, tragen geweihte Palmzweige. Hierzulande in der Regel, mangels der Palmen, werden Buchsbaumzweige, Weidenkätzchen oder auch Wacholder-Zweige geweiht und in die Kirche getragen. Diese werden nach dem Gottesdienst von den Gläubigen mit nach hause genommen und sollen vor Unglück beschützen.
Die Palmsonntags Prozession lässt sich in Deutschland bis ins 11. Jahrhundert nachweisen. Seit der Kalenderreform der Katholischen Kirche im Jahr 1969 heißt der Palmsonntag „Dominica in palmis de passione domini“ (Palmsonntag vom Leiden des Herrn).

St. Patrick’s Day [17.März]

Dieser Gedenktag zu Ehren des irischen Nationalheiligen St. Patrick wird nicht im ganzen Christentum gefeiert. Nur in der Republik Irland, Nordirland, Monteserrat sowie der kanadischen Provinz Neufundland ist dieses Datum als gesetzlicher Feiertag anerkannt, und gedenkt dem ersten christlichen Missionar Irlands. Zunehmend nehmen auch nicht Iren an diesen Feierlichkeiten teil. Die größten Paraden finden in Dublin, New York, Boston, New Orleans, Chicago, Manchester und Savannah statt; selbst in der Hauptstadt Großbritanniens, London findet jährlich eine Parade mit einem Festival statt.

Der Chicago River in grün

An diesem Tag ist grün die vorherrschende Farbe der feiernden Iren. Vielleicht liegt es an der Wirkung der Farbe auf den Menschen, Großzügigkeit, Harmonie und Hoffnung. Selbst Flüsse, wie hier der Chicago River, und das Irische National Bier Guinness werden in grün eingefärbt. St. Patrick’s wird als christlicher Feiertag vor allem in der Römisch-Katholischen Kirche sowie der Church of Ireland, einer anglikanischen Kirchengemeinschaft. Weil dieser Feiertag in die Fastenzeit fällt, ist den Iren an diesem Tag eine Fastenpause erlaubt.

Gründonnerstag [20.März]

Der Fünfte Tag der Karwoche, Gründonnerstag (auch Hoher, Weißer oder Heiliger Donnerstag genannt). Die christliche Kirche feiert an diesem Tag das Fest des letzten Abendmahles Jesu mit den zwölf Aposteln vom Vorabend der Kreuzigung.

letztes Abendmahl

Da die Kartage aufgrund ihres Charakters als Festtage der Trauer und des Mitleidens mit der Passion Christi eine besondere Prachtentfaltung nicht gestatten, aber ein besonderer Bedarf für die Verehrung der Präsenz des Leibes und Blutes Christi im Brot und Wein des Abendmahles entstanden war, wurde in der katholischen Kirche im 13. Jahrhundert als zweites Fest des Abendmahles das nachösterliche Fronleichnamsfest am zweiten Donnerstag nach Pfingsten eingeführt, das somit in besonderer Beziehung zum Gründonnerstag steht.
In der römisch- katholischen Kirche wird am Gründonnerstag dem letzten Abendmahles Jesu und der Einsetzung des Altarssakramentes gedacht. Die anschließend schlichte Prozession mit dem Allerheiligsten steht für den Gang Jesu zum Ölberg, wo er in Todesangst betete und verhaftet wurde. In stiller Anbetung vor dem Allerheiligsten, vielerorts auch Ölbergstunde genannt, gedenkt die Kirche in dieser Jesu Verhaftung und der Leiden, die er ertragen musste.
In der evangelischen Kirche wird der Gründonnerstag mit einem Abendmahlsgottesdienst begangen. Dieser Gottesdienst wird in vielen Gemeinden besonders Ausgestaltet.

Mawlid an-Nabi [20.März]

Zu Ehren des Geburtstages Mohammed, dem Gründer und Propheten des Islam. Als ein sehr alter Festtag, wird Mawlid an-Nabi schon seit dem Mittelalter mit Umzügen und Hymnen auf Mohammed gefeiert. Heute wird an diesem Tag vor allem mit dem vorbildlichen Leben Muhammads sowie der gesellschaftspolitische und soziale Aspekt des Feiertags in den Vordergrund gerückt.
Dogmatische Muslime wie den Wahhabiten, den Ahl-i Hadîth oder den strengen Sunniten wie den Deobandi wird diese Feier als unzulässige Neuerung und als verbotene Vergötterung Mohammeds abgelehnt. Auch die Nachahmung der Christen wird den Muslimen nachgesagt die diesen Tag zum Anlass des Gedenken Mohammeds nehmen. Andere wiederum sagen das Mohammed und seine Gefährten selbst an seinem Geburtstag besonders begangen, allerdings mit Fasten, und nicht mit Feierlichkeiten.

Karfreitag [21.März]

Einer der wichtigsten Feiertage im Zusammenhang mit Ostern für Christen ist der Karfreitag. An diesem Tag werden der Tod von Jesus und das Warten auf die Feier seiner Auferstehung gefeiert.
Als Märtyrer nahm Jesus seinen eigenen Tod am Kreuz durch die Römer, für die Vergebung aller Sünden der Menschheit, hin.
Durch den Tod und die darauf folgende Auferstehung Christi werde dem Christen erst Sündenvergebung und damit Errettung aus dem Tod und das ewige Leben ermöglicht.
In der alleinigen und isolierten Betrachtung des Karfreitagsgeschehens kann man die Bedeutung nicht erfassen. Nur im Kontext mit Ostern, Christi Himmelfahrt und anschließend Pfingsten kann man die Wichtigkeit dieses Feiertages für das ganze Christentum erschließen.
Nicht der alleinige Tod von Jesus soll dem Augenmerk an diesem Tag gewidmet sein, sondern Jesus Sieg über Hölle, Tod und Grabstein.

Purim [21.März]

Erinnert an die Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora erinnert. Nach dem Buch Ester versuchte Haman, der höchste persische Regierungsbeamt des persischen Königs, das jüdische Volk im Perserreich an einem Tag auszurotten. Königin Ester führt jedoch die Rettung herbei, durch Fasten und Gebet.
Die heutigen Gottesdienste in der Synagoge werden mit viel Freude gefeiert. An diesem Tag wird die Festrolle des Buches Ester gelesen.
Immer wenn dabei der Name des höchsten Regierungsbeamten des alten persischen Königs, Haman vorgelesen wird, sind alle anwesenden Kinder aufgefordert mit verteilten und mitgebrachten Rasseln und Tröten so viel Lärm wie möglich zu machen. Dies beruht auf dem Befehl Gottes, den Namen Amaleks, Hamans Vorfahren, zu löschen, nachdem Amalek Israel auf dem Weg zum versprochenen Land behindert hat. Sein Name wurde zum Symbol der Judenfeindschaft für alle Zeiten.
Als eins der buntesten Feste, ist das Purimfest mit vielen Verkleidungen, Masken und Umzügen ein Fest an dem sich, nach dem jüdischen Glauben, selbst Gott verkleidet. Es werden meist Süßspeisen zubereitet. Zum Beispiel mit Mohn, Nüssen oder Schokolade gefüllte Hamantaschen oder Nunt.

Ostersonntag [23.März]

Als ranghöchstes und wichtigstes Fest des Christentums ist der Ostersonntag der Tag an welchem alle anderen beweglichen Feiertage wie Pfingsten, Christi Himmelfahrt und die Karwoche berechnet werden. An diesem Tag soll Jesu Christi auferstanden sein.
Ostersonntag fällt auf keinen festen Termin, sondern der Zeitpunkt wird immer wieder errechnet. Auf dem ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurden die astronomischen Ereignisse bis zum Ostersonntag von Kaiser Konstantin und etwa 300 Bischöfen festgelegt.
Tagundnachtgleiche, die auf der Nordhalbkugel den Frühlingsanfang markiert und als 21. März festgelegt wird:

Erscheinen des ersten Vollmondes nach der Tagundnachtgleiche
Erster, auf den Vollmond folgender Sonntag, ist Ostersonntag

Der erste mögliche Termin für den Ostersonntag ist daher der 22. März, das letzte mögliche Datum der 25. April.

Karsamstag [22.März]

Auch als stiller Samstag bezeichnet, ist der Karsamstag vor allem in der katholischen Kirche ein wichtiger Gedenktag im Rahmen der Karwoche. Der letzte Tag der Karwoche und der zweite Tag des Österlichen Triduums.
An ihm wird der Grabesruhe Christi gedacht und mit Fasten und Gebet seine Auferstehung erwartet. Ausschließlich Beichte und Krankensalbung werden an diesem Tag praktiziert. Jedoch an diesem Tag findet ein Gottesdienst statt, in dem die üblichen kirchlichen Tagzeiten und besondere Andachtsübungen, wie der Kreuzweg, gefeiert werden. Auch der Altar zeigt nur seinen kahlen Stein und wird nicht wie üblich, mit Blumen oder Kerzen geschmückt wird.
Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung auf die Feier zur Osternacht durch das Fasten.