September 2008

18. September 2008

Beginn des Fastenmonat Ramadan [1. September]

Fasten als eine Form menschlicher Kultur ist historisch in allen Religionen belegt. Das Fasten mittels reduzierter Nahrungsaufnahme kann neben den religiösen Motiven noch weiteren Zwecken dienen, so z.B. dem Gewinn an seelischer Harmonie und an Demut oder aber auch der Entschlackung.
Der religiöse Bedeutung des Fastens liegt darin, dass der Gläubige durch den Verzicht sich mehr auf seinen Glauben konzentrieren soll und so Gott näher kommen kann.
Im Islam wird jährlich maximal 30 Tage im sogenannten Ramadan gefastet. Das Fasten ist eine der fünf Säulen und ist somit für die Muslime verpflichtend. Lediglich Kinder vor der Pubertät. Alte, Kranke, Reisende und Frauen während der Schwangerschaft, der Zeit des Stillens und während der Menstruation sind vom Fasten ausgeschlossen.
Der Beginn der Fastenzeit ist vom ersten Tag des neunten Monats des islamischen Mondkalenders abhängig, an dem die Mondsichel erkennbar wird. Aus diesem Grund können der Beginn und das Ende des Ramadan in den verschiedenen Ländern voneinander abweichen
Während des Fastenmonats dürfen Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Außerdem ist es während der Fastenzeit der Geschlechtsverkehr und das Rauchen verboten. Mit Einbruch der Dunkelheit wird das tägliche Fasten gebrochen.
Muslime erhoffen sich die Vergebung der Sünden. Neben dieser unmittelbaren religiösen Motiven hat das Fasten im Monat Ramadan weitere gemeinschaftliche Bedeutungen. Die Gläubigen fasten in ihrer muslimischen Gemeinschaft und brechen gemeinsam, entweder in der Familie oder im Rahmen der Moschheen-Gemeinde, das Fasten. Gerade Jugendliche, die die Fastenzeit erstmals erleben, werden so stäker in die Gemeinschaft der Muslime integriert.

Fest des Fastenbrechens, Id al-Fitr [30.September]

Das Fest des Fastenbrechens ist neben dem Opferfest eines der der bedeutensten Feste im Islam. Es wird in einigen Gegenden sogar bis zu drei Tage lang gefeiert. Das Fest drückt die Freude über die erfolgreiche Fastenzeit aus. Im Kreise der Familie wird eine große Feier samt Festessen ausgerichtet. Id al-Fitr steht im Zeichen der Gemeinschaft. So werden Verwandte und Bekannte entweder besucht und gemeinsam mit ihnen gefeiert, oder sie werden mit einer Grußkarte bedacht. Auch die Moscheen sind zu diesem Anlass gut gefüllt. Nach dem Vorbild des Propheten Mohammed wird die Zusammenkunft in der Moschee mit einer anderen Abfolge von Gebet und Predigt gestaltet. Außerdem werden die Almosen des Fastenbrechens errichtet.
In den islamischen Ländern wird das Fest des Fastenbrechens öffentlicht zelebriert. Es werden unter anderem Volksfeste, Lichtumzüge oder Feuerwerke veranstaltet.
In einigen Regione, wie z.B. der Türkei, wird das Fest des Fastenbrechens auch „Zuckerfest“ genannt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass besonders Kinder zu diesem Fest Süßigkeiten und kleinere Geschenke erhalten.

Rosch ha-Schana [30.September]

Rosch ha-Schana bezeichnet den jüdischen Neujahrstag, wobei dieses Fest immer zwei Tage lang gefeiert wird. Hierbei handelt es sich um einen ernstes Fest, mit dem an den Bund zwischen Gott und Israel erinnert wird. An diesem Tag sollen die Menschen in sich gehen, sich vom Bösen ab- und dem Guten zuwenden. An Rosch ha-Schana müssen die Gläubigen Rechenschaft über ihr Handeln ablegen und sich ihrer moralischen Pflichten bewusst werden. Hierzu dient vor allem der Klang der Posaune, der Schofar – ein Widderhorn, das im Morgengottesdienst nach der Tora- und Prophetenlesung sowie an mehreren Stellen des Zusatzgebetes in festgelegten Tonfolgen geblasen wird.
Am ersten Tag des Festes wird im Taschlich-Brauch nach einem Vergebungsgebet mit dem Werfen von Steinen oder Brotkrumen das Abstreifen von Sünden symbolisiert. Ein weiterer Brauch zu Rosch ha-Schana ist der Verzehr von Früchten und Honig, was ein süßes neues Jahr mit sich bringen soll.
Mit dem diesjährigen Rosch ha-Schana wird das 5769. jüdische Kalenderjahr eingeleietet.

„Kampf der Kulturen?“- Das Bild vom Islam in Presse und Öffentlichkeit

18. September 2008

Am 10.Mai 2007 organisierte die Friedrich-Ebert-Stiftung eine Veranstaltung zum Islambild in den Medien und der gesamtgesellschaftlichen Öffentlichkeit. Hierzu stellte Carola Richter, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt, die Studie „Gewalt- und Konfliktbild des Islam bei ARD und ZDF“ vor. Anschließend wurde gemeinsam mit dem ZDF-Journalist Reinhard Laska, Osama Abu Karoubh (Vertreter des Imam in Erfurt), Larissa Bender (Qantara.de) und Carola Richter eine Podiumsdiskussion gehalten.

In der Studie untersuchten die Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Kai Hafez und Carola Richter Magazinsendungen, Talk-Shows, Dokumentationen und Reportagen von ARD und ZDF, die den Islam thematisierten. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass der Islam in über 80 Prozent der Fälle negativ kontextualisiert wurde. So reichte das Themspektrum von religöser Intoleranz über die Unterdrückung der Frau bis hin zu Terrorismus. In nur wenigen Beiträgen wurde z.B. vom Alltag der Muslime in Deutschland berichtet.

Genaueres zu den Ergebnissen der Studie, sowie Folgen der negativen Berichterstattung und daraus resultierenden Forderungen an die öffentlich-rechtlichen Sendern erfahren Sie in dem Impulsreferat von Carola Richter.

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Ausschnitte aus der Podiumsdikussion zum Nachhören gibt es hier.

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Radio F.R.E.I. besucht am 26. April 2008 die Erfurter Moschee

22. April 2008

… und Du kannst dabei sein!

Was genau ist ein Moschee und wer trifft sich dort?

Warum gibt es die Moschee?

Welche Riten und Regeln gibt es?

Was sagen die Muslime über Jesus?

….

Auf diese Fragen wollen wir Antworten finden und gemeinsam mit Dir am Samstag, 26. April 2008 um 17.00 Uhr die Moschee in der Leipziger Str. 38 besuchen. Eine Wegbeschreibung findest Du hier.

Im Dialog mit dem Imam Abdullah Dünbar

11. März 2008

Der Fachschaftsrat für Religionswissenschaften der Universität Erfurt beschäftigt sich in diesem Jahr mit verschiedenen Religionen in Erfurt. Das Ziel ist es die unterschiedkichen Glaubensrichtungen näher zu bringen und lebendiger werden zu lassen. Zu diesem Thema sprachen Studenten der Universität Erfurt am 25. Januar 2008 mit Abdullah Dünbar, dem Imam des e.V. Internes Islamisches Kulturzentrum Erfurter Moschee in der Leipziger Straße 38.
Hier ist die mp3 Datei vom 22.02.2008 zum anhören

Telefon-Interview mit Aiman Mazyek

19. November 2007

Aiman Mazyek, der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, im Telefoninterview im Vorfeld seines Vortrages am 15.11.2007. Er erläutert Wandlungen und Änderungen des Islams und nimmt Stellung zum öffentlichen Bild eines Patriarchalischen Islam.

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