Homophober Moslem, toleranter Westen?

4.08.09

Eine kleine queer-feministische Gruppe „Wider die Natur“ veranstaltet im Rahmen der Polyfantasiawoche im Vorfeld des Christopher Street Days unter Anderem den Vortrag „Homophober Moslem, toleranter Westen?“ mit einer nachfolgenden Diskussion. Als Referent tritt der Dipl. Soz. Georg Klauda aus Berlin auf, Autor des Buches „Die Vertreibung aus dem Serail“. Die Veranstaltung findet am 20.8. um 19.00 Uhr im alten Innenministerium in Erfurt statt.

So die Gruppe „Wider die Natur“ zum Thema des Vortrags: „Islamische Staaten geraten durch die Verfolgung Homosexueller immer wieder in den Blickpunkt der westlichen Medien, die solche Vorfälle gern als Zeichen kultureller Rückständigkeit interpretieren. Dabei beschworen Homosexuelle die Kultur des „Orient“ noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts als ein tolerantes Gegenbeispiel zu den Jahrhunderten religiöser und säkularer Verfolgung in Europa. Man mag kaum glauben, dass sich die Lebensweise in islamischen Gesellschaften in einer so kurzen Zeitspanne auf so einschneidende Weise geändert haben soll. Doch gerade  diejenigen, die mit dem Finger auf die Homophobie der islamischen Welt zeigen, gehen jeder Erklärung dieses Wandels aus dem Weg. Anhand zahlreicher historischer und aktueller Quellen belegt Georg Klauda, dass die Schwulenverfolgung in Ländern wie Iran und Ägypten eine Erfindung des christlichen Westens ist, die im Zuge der Globalisierung in die entlegensten Winkel dieser Welt exportiert wird.“

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