Januar 2009

6.11.08

Heilige Drei Könige, Epifania [06. Januar]

Der ursprüngliche Name des am 6. Januars begangenen christlichen Festes ist „Epifania“ oder „Erscheinung des Herrn“. Im Volksmund und im katholischen Kalender wird dieser Tag auch als Dreikönigsfest bzw. Dreikönigstag bezeichnet. Diese Bezeichnung geht auf den Begriff Heillige Drei Könige zurück, mit dem die katholische Tradition der bei Matthäus erwähnten Weisen aus dem Morgenland bezeichnet. Die Weisen aus dem Morgenland – das sind Kaspar, Melchior und Balthasar (zumindest sind diese drei Namen als Heilige Drei Könige in die Geschichte eingegangen.) Laut dem Evangelium des Matthäus sind diese dem Stern von Bethlehem gefolgt und haben den neugeborenen Jesu aufgesucht. Die Weisen huldigen dem Jesuskind und übergeben die mitgebrachten Geschenke Gold, Weihrauch und Myrre. Diesen drei Geschenken kommen besondere Bedeutungen zu. So gilt Gold als passendes Geschenk für einen König – das Jesuskind wird als neugeborener König der Juden geehrt. Der Weihrauch gilt als adäquates Geschenk für einen Priester und bezeichnet so Christus als der kommende Hohepriester Israels. Myrre schließlich ist eine Heilpflanze und symbolisiert somit Jesus als der von Gott gesandte Heiler.
Seit mehr als 50 Jahren gibt es in Deutschland nun schon den Brauch der Sternsinger. In der Woche vom 1. bis zum 6. Januar ziehen meist Kinder und Jugendliche als die Heiligen Drei Könige gekleidet durch die Gemeinden und segnen die Wohnhäuser. Sie singen den Menschen Lieder oder sagen Gedichte bzw. Gebete auf und erhalten hierfür Gaben. Auf den Haustürrahmen schreiben die Sternsinger schließlich die jeweilige Jahreszahl und die Anfangsbuchstaben des Segensspruches „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne die Wohnung) – ebenso werden diese drei Buchstaben aber auch mit den Anfangsbuchstaben der drei Könige in Verbindung gebracht. Diese Formel gilt als Segensbitte und soll das Haus und seine Bewohner vor Unglück schützen, bzw. den Segen Gottes auf sie herabrufen.
Die von den Sternsingern gesammelten Gaben werden oftmals an benachteiligte Kinder und an Förder- sowie Bildungsprojekte in Afrika, Lateinamerika, Asien und Osteruropa gespendet

Infos zu den Sternensängern gibt es hier http://www.sternsinger.org/

Ashura: Martyrium des Propheten-Enkels Hussein [07. Januar]

Aschura bezeichnet den zehnten Tag des islamischen Monats Muharram und ist der letzte Tag der jährlich zehn Tage dauernden schiitischen Trauer- und Bußrituale An diesem Tag gedenken schiitische Muslime des Todes Imam Husains, der zweite Enkel des Propheten Muhammad. Im Jahr 680 herrschte im heutigen Irak die Schlacht von Kerbala, bei der am 10. Muhrarram der Sohn der Prophetentochter Fatima, Husain ibn Ali, sowie fast alle männlichen Verwandten getötet wurden. Husain war der letzte leibliche Enkel Mohammeds und gilt der Schia seither als Märtyrer. Dieser Trauertag wird von den Schiiten mit Wallfahrten nach Kerbala, Trauerprozessionen in Trauerkleidung und Selbstgeißelung (Sinazani) vollfürt. Die öffentliche Trauer ermöglicht die Teilhabe der Gläubigen am Leiden Husains und die Erinnerung an dessen Schicksal.

Auch für die Aleviten ist Aschura ein bedeutender Tag, jedoch ist er nicht wie bei den Schiiten ein Gedenktag, sondern ein Feiertag. Um Husain Verbundenheit zu zeigen, fasten Aleviten während der 12-tägigen Trauerzeit. So wird Enthaltsamkeit geübt und das Leiden Husein nachempfunden. Im Anschluss an das Fasten feiern alevitische Muslime das Asure-Fest. Die Süßspeise Asure wird gekocht und unter Verwandten, Bekannten und Freunden verteilt und gemeinsam gegessen. So bringen Aleviten ihren Dank zu Ausdruck, dass der Sohn Huasains, Zein Al Abidin, die Schlacht überlebte.

Aschura ist auch bei den Sunniten ein Fastentag, der wahrscheinlich durch die Übernahme des jüdischen Jom Kippur von den in Medina lebenden Juden entstand. Die jüdische Tradition des Fastens geht auf den Tag zurück, an dem Gott die Kinder Israels zur Zeit des Propheten Moses vor dem ägyptischen Pharao gerettet hatte.

2 Kommentare zu “Januar 2009”

  1. […] Nach dem gregorianischen Kalender hat ein neues Jahr begonnen. Welche Feiertage im Janaur in den verchiedenen Religionen wie und warum gefeiert werden, erfahrt ihr in unserem Kalendarium… […]

  2. 2 christliche singlebörse
    16. Dezember 2009 at 10:58

    Soweit ich richtig informiert bin kommen die Sternsinger am Dienstag den 29. Dezember nach Hamburg. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.