November 2008

8.10.08

Allerheiligen [1. November]
An diesem katholischen Feiertag wird allen Heiligen gedacht. Da es praktisch nicht möglich war, jedem Heiligen einen besonderen Tag zu widmen, wurde dieses Fest eingeführt. Nachdem verschiedene Päpste im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Daten für dieses Fest ausmachten, legte Papst Gregor IV. im Jahr 835 Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November fest.
Ein gepflegter Brauch zum Allerheiligenfest ist der aus Hefeteig geflochtene Zopf. Dieser wird in einigen Regionen als sogenannter „Strietzl“ vom Firmpaten an sein Firmkind verschenkt.
In den vergangenen Jahren hat sich in Europa immer mehr das aus den Vereinigten Staaten kommende Fest Halloween etabliert. Dies wird am Vorabend von Allerheiligen, also am 31. Oktober, gefeiert. Abgeleitet wird der Name Halloween von der amerikanisch-englischen Bezeichnung „All Hallows Eve“ (dt.: Aller Heiligens Vorabend). Dieses Fest, welches also sowohl christliche als auch heidnische Wurzeln besitzt, ist heutzutage stark kommerzialisiert und säkularisiert.

Allerseelen [2. November]
Eng verbunden mit dem Fest Allerheiligen ist der Gedenktag Allerseelen. An diesem Tag werden durch Gebet, Almosen und Fürbitte die Leiden der Armen Seelen, also der Verstorbenen im Fegefeuer, erleichtert bzw. den Verstorbenen gedacht. In der römisch-katholischen Kirche hat dieser Allerseelenablass eine hervorgehobene Bedeutung. Über dies hinaus wird noch die Gräbersegnung vollzogen. Hierbei segnet ein Priester die zuvor frisch geschmückten Gräber sowie die am Grabe stehenden Angehörigen.

Martinstag [11. November]

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El Greco: Der Heilige Martin und der Bettler (Quelle: wikipedia.de)

An diesem Tag wird dem römischen Soldat, Christ und später Bischof Martin von Tours gedacht, der in freiwilliger Armut lebte. Gefeiert wird am 11. November, weil an diesem Tag im Jahr 397 der Bischof Martin von Tours beigesetzt wurde. Um das Leben des Heiligen ranken zahlreiche Legenden. So auch die Begebenheit, an die bis heute das Martinsbrauchtum erinnert. Im Jahr 334 begegnet der junge Martin, der zu diesem Zeitpunkt noch kein Christ ist, einem Bettler, mit dem er spontan seinen Mantel teilt. Eine weitere Legende ist eng mit dem Brauch der Martinsgans verbunden. Martin wird entgegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt. Um sich dem Amt zu entziehen, soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben, schließlich aufgrund des Geschnatters des Federviehs jedoch gefunden worden sein. Heute wird traditionell zum Martinstag die Martinsgans mit Rotkohl und Klößen gegessen.
Außerdem ist es in vielen Regionen Brauch, zum Martinstag Umzüge zu gestalten. So ziehen auch in Erfurt bereits am Vortag, am10. November, Kinder mit Laternen durch die Straßen. Ein zusätzlicher Brauch, der in Erfurt gepflegt wird, sind die Martinshörnchen. Dieses Gebäck hat die Form einer halbierten Brezel und soll so an die Teilung des Mantels erinnern.
In der heutigen Zeit wird häufig auch vergessen, welche Wurzeln der 11.11., also der Beginn der Karnevalszeit, hat. An diesem Tag beginnen die 40 Tage der vorweihnachtlichen Fastenzeit.

Buß und Bettag [19. November]
An diesem evangelischen Feiertag bitten die Gläubigen um Vergebung und Hilfe. Seit 1995 ist der Buß- und Bettag kein gesetzlicher Feiertag mehr, dennoch hat er für die evangelische Kirche eine zentrale Rolle. So nutzen viele Pfarrer die Gottesdienste an diesem Tag, um zur Selbstbestimmung aufzurufen oder auf Missstände in der Gesellschaft hinzuweisen.
Der Buß- und Bettag wird am Mittwoch vor dem Totensonntag bzw. elf Tage vor dem ersten Advent begangen.

Totensonntag/ Ewigkeitssonntag [23. November]
Der Totensonntag oder auch Ewigkeitssonntag ist das evangelische Pendant zum katholischen Allerheiligen. In zahlreichen evangelischen Gemeinden wird in den Gottesdiensten an diesem Tag denjenigen gedacht, die im Laufe des Jahres verstarben. Der Totensonntag wird am Ende des Kirchenjahres gefeiert, da so einerseits das Ende, andererseits der Neuanfang bezeichnet wird. So ist auch der Tod nicht als letztgültiges Ende anzusehen.

1. Advent [30. November]
In diesem Jahr fällt der erste Advent wieder auf einen Sonntag im November, und zwar auf den 30. November. Mit diesem Tag beginnt die Adventszeit und somit das neue Kirchenjahr. Der Begriff Advent bedeutet so viel wie Ankunft und bezieht sich auf die Geburt Jesus Christus. Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit zwischen dem 11. November und dem Erscheinungsfest am 6. Januar. Seit dem sechsten Jahrhundert gibt es die vier Adventssonntage, die symbolische für die 4000 Jahre stehen – so lange wie die Menschen auf den Erlöser warten mussten. Die vier Adventssonntage haben jeweils verschiedene Bedeutungen. So erinnert der erste Advent an Jesus Einzug in Jerusalem.
Eine schöne Tradition für Kinder ist der bekannte Adventskalender. Hier öffnen Kinder vom 1. bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Türchen. Ein weiterer Brauch ist der Adventskranz, der mit seinen vier Kerzen an das Licht erinnern soll, welches Jesus in die Welt brachte.

adventskranz

(Quelle: wikipedia.de)

1 Kommentar zu “November 2008”

  1. […] Fest- und Gedenktage zelebriert. Welche Feste im Monat November gefeiert werden, erfahrt ihr im Kalendarium. gepostet in […]